
30.03.2025
GdP Niedersachsen begrüßt Einführung neuer Smartphones für den Einsatz- und Streifendienst
Anlässlich der heutigen Vorstellung der neuen Endgeräte für die Kräfte des Einsatz- und Streifendienstes (ESD) zeigt sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen erfreut über die Realisierung des überfälligen Digitalisierungsschritts. In Ergänzung der guten Hardware-Ausstattung fordert die Gewerkschaft aber auch weitergehende Maßnahmen bei der Digitalisierung in Bezug auf die Sicherung und Verarbeitung von Daten.
Sebastian Timke, stellvertretender Vorsitzender der GdP Niedersachsen, erklärt: “Für die Arbeit im Einsatz- und Streifendienst ist die Einführung der neuen Geräte ein Meilenstein. Die Tage, an denen zum Beispiel Unfälle mit handschriftlichen Skizzen und Notizen erfasst und später langwierig abgetippt werden müssen oder bestimmte Abfragen ausschließlich telefonisch erfolgen können, sind dank der neuen Geräte und spezieller Apps für den Polizeidienst gezählt. Das bedeutet effizienteres Arbeiten für die Polizei und weniger Zettelwirtschaft für die Bürgerinnen und Bürger, die viele Dokumente zukünftig auch direkt digital erhalten können.”
Die GdP Niedersachsen hatte die persönliche Ausstattung der Kolleginnen und Kollegen im ESD mit modernen Smartphones lange gefordert. Während die früheren Generationen mobiler Endgeräte vor allem zur Telefonie genutzt wurden, können die Möglichkeiten digitaler Kommunikation jetzt umfänglich zum Einsatz kommen.
In Bezug auf die Ausstattung mit Geräten nimmt die Polizei in Niedersachsen damit eine bundesweite Vorreiterstellung ein. Gleichzeitig weist die GdP auf erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der niedersächsischen Polizei in anderen Bereichen hin. So werden die langsamen Fortschritte bei der sogenannten Beweismittelcloud kritisch gesehen, die einen dezentralen Zugriff auf digitale Beweismittel ermöglicht.
Timke: “Weitere Baustellen sind mangelhafte digitale Schnittstellen mit der Justiz, zwischen den Landespolizeien oder im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürger. Auch in Bezug auf das Management von großen Datenmengen, mit denen unter anderem die Kriminalpolizei oft arbeitet, oder den Einsatz von KI bleibt die Polizei aktuell noch weit hinter den zeitgemäßen Möglichkeiten zurück.”